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Erkrankung während des Urlaubs

Ein Mitarbeiter fliegt für drei Wochen in den wohlverdienten Urlaub. Im Hotel bekommt ihm das Essen nicht. Er erkrankt, holt einen Arzt und lässt sich die Krankheit bescheinigen. Zum Ende des Urlaubs wird er gesund und fliegt nach Hause zurück.

Im Dienst angekommen - gesund, aber nicht erholt - berichtet er seinem Arbeitgeber und legt die ärztliche Bescheinigung vor. Der Arbeitgeber beglückwünscht ihn zum guten Timing, dass er den Urlaub dazu genutzt habe, sich auszukurieren und nunmehr frisch ans Werk gehen könne.

Der Arbeitnehmer nimmt dies nicht als schicksalhaft hin und meint, dass die Krankheitszeit nicht auf den Urlaub angerechnet werden könne. Recht hat er.

Erkrankt der Arbeitnehmer arbeitsunfähig, werden die ärztlich nachgewiesenen Krankheitstage nicht auf den Urlaub angerechnet. Sie stehen dem Arbeitnehmer damit noch als Urlaubstage zur Verfügung.

Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer daher auf Antrag erneut Urlaub zu erteilen für die Tage, an denen der Arbeitnehmer arbeitsunfähig erkrankt war. Voraussetzung ist allerdings die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses. Wird es im Ausland erteilt, muss erkennbar sein, dass der Arzt zwischen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit unterschieden hat.

Der Arbeitnehmer kann also seinen Urlaub nachholen.